Freitag, 4. Juli 2008

Musik, mit der man mich jagen kann!

Meine Top 10 Lieder, mit denen man mich jagen kann.

Diese Auflistung spiegelt meine persönliche Meinung wieder. Wer's nicht versteht daß Geschmäcker verschieden sind sollte tunlichst nicht weiterlesen XD

Platz 10
Nek: "Laura non c'è"

Zugegeben - auf der Sizilienreise 1999 habe ich das Lied mitgesungen. Aber es ist auch eines der wenigen dessen Text man sich in jeden Zustand nach nur anderthalb Jahren Italienisch-Unterricht merken kann. Ein einfach gebauter Text alleine ist kein Kriterium für ein schlechtes Lied.
Die Melodie für sich macht einen netten Italo-Sommerhit, nur der Text vom Inhalt her ist zum Heulen. In der Kurzfassung: "Laura, meine Ex ist noch im Kopf." Wörtlich: "Wenn du willst können wir uns jetzt lieben, aber es ist nicht dasselbe zwischen uns ... komisch daß du an ihren Platz bist." Dazu noch leichte Anflüge von Eifersucht (Laura bewegt sich in den Armen eines anderen).
Das Video ist ebenfalls köstlich: Nek mit finsterer Mine, irgendwann mal fliegt auch eine Schüssel mit Kirschen vom Tisch, die ihm seine Neue serviert hat. Wie wenn sie nicht schon gestraft genug wäre.

Platz 9
Gigi D'Agostino: "Super"

Von Nek geht es weiter zur Party, wo DJ Gigi schon die Menge anheizt: "Are you ready to party trarari trarara ??"

Dann gibt Gigi seine 1,2,3-Zählung mehrmals zum besten:

"Un deux trois trarari comme ci comme ca
One two three trarari the place to be"

Ich hab das Lied zum ersten Mal nach meiner Maturafeier gehört. Und dann nicht nur einmal sondern ständig. Irgendwann habe ich den Raum verlassen. Falsche Party. Trarari trarara.

Platz 8
Teapacks: "Push the button"

Von Italien nun nach Israel. Teapacks haben schon vor dem Songcontest für Kontroversen gesorgt. Ich hab das Lied erst im Halbfinale gehört und das war auch gut so. Ich weiß es gibt genug Leute die das Lied toll fanden, aber ich kann diesem seltsamen Songaufbau nicht ab.
Am meisten stört mich Kobi's Englisch. Ich spreche auch nicht akzentfrei, aber aus einem 'th' ein 's' machen, das 'r' italo-mäßig anhauchen und überhaupt dem ganzen eine abgehackte Nuance zu verleihen ist mir schon früh abhanden gekommen. Auch als Stilmittel für mich nicht verständlich.

Platz 7
David Hasselhoff: "Du"

David Hasselhoff hat sogar einen Platz um United Metal Warriors-Forum (ja das war jetzt die Werbeeinblendung; schönen Gruß an die UMWler!). Dennoch - nach ein paar Getränken bei der Silvesterparty sind Lieder von David ein Gaudium, wobei "Wir zwei allein heut Nacht" auch diesen Platz einnehmen könnte. Für den Dauergebrauch in der Stereoanlage mit Außenbeschallung (es hilft eben nicht aus der Hütte zu flüchten) nicht geeignet. "Du.... bist alles was ich haaaabe" - ach gut daß es mehr Bands und musizierende Menschen gibt.

Platz 6
Pearl Jam: "Bugs"

"Vitalogy" heißt das Album und weckt entsprechende Assoziationen. Was macht man wenn man Käfer in der ganzen Wohnung hat? Man packt dieses Faktum in einen Sprechgesang und nimmt ein Akkordeon und spielt 2 Töne ständig und die nicht einmal richtig. Dann sollten die Käfer weg sein. Ich zumindest war es auch.

Platz 5
Luttenberger*Klug: "Vergiß mich"

Während der Arbeit Ö3 laufen zu haben ist ganz ok. Nur hatte ich während meines letzten 4-wöchtigen Arbeitseinsatzes täglich mehrmals das Vergnügen, "Vergiß mich" zu hören. Anfangs dachte ich, das sei irgendein Schlagersternchen.
Irgendwann habe ich nach den Schuldigen gesucht und wurde bei den beiden jungen Mädels fündig. Schön wenn man sich brüstet, nicht wie Christine Stürmer Starmania gebraucht zu haben, aber ich höre lieber "Ich lebe" von Christl und schaue Starmania wegen der Kommentare von Hannes Eder und der "Leider nein!"-Dokumentationen.
Der Text plätschert dahin... "vergiß mich, vergiß jedes Wort, vergiß dies und das" - aber dann am Ene der Widerspruch: "vergiß mich bitte nicht!"
Luttenberger*Klug sollten bei Nek anklopfen. Vielleicht könnte man gemeinsam eine Strategie finden, um von Verflossenen fortzukommen. Wie wäre es mit einem Trio names N*L*K und einem Lied names "Finalmente ho dimenticato Laura" (Endlich habe ich Laura vergessen)

Platz 4
Modern Talking: "Cheri cheri lady"

Modern Talking scheinen frisch verliebt zu sein. Normalerweise steigt der Testosteron-Spiegel, aber wenn sich den Gesang anhört dürfte dem nicht so sein. Nicht einmal wenn ich wollte käme ich an diese Tonhöhen heran, meine Hormonwerte passen aber. Neben Endokrinologen fragen sich auch HNO-Ärzte wie da viele begeisterte Ohren schmerzfrei davonkommen.
Platz 1 kriegen sie aber nicht - weil das Video ein Gaudium für die Augen ist.

Platz 3
Trio: "Da da da"

Trio sind sich zumindest über die (nichtvorhandene) Beziehung einig: "Du liebst mich nicht, ich lieb dich nicht, aha". Und das war es soweit auch schon vom Text her. Lt. Wikipedia über 100x das Wort "da" und der Rhythmus von einem Spielzeugkeyboard von Casio. Nervig.

Platz 2
Stereo Total: "Liebe zu dritt"

Ich weiß daß Stereo Total viele Fans haben. Trotzdem habe ich ihren Auftritt beim Linzfest bei diesem Lied verlassen müssen. Madame Cactus hat wie Trio nicht das Beziehungsproblem - sie holt sich gleich 2 Typen und ist zufrieden (womit wir wieder bei dem Wort "Trio" wären).
Allerdings schlägt sie wie Kobi die Schiene "Sprache mit unüberhörbaren Akzent ist hip" ein. Ok, mein Französisch ist nicht so gut wie ihr deutsch, aber ich nerve niemanden mit einer frankophonen Deutschversion. Als Parodie von Volker Pispers halte ich das durchaus länger durch, aber als Stilmittel in Liedern - nein danke.
Aus dieser Sicht hätte sich Tic Tac Toes "Isch liebe disch" auch den 2. Platz erreichen können. Man imitiert Franzosen (Madame Cactus ist wenigstens authentisch so gesehen) und trällert von einer Urlaubsbekanntschaft. Ahhh!

Platz 1
Manu Chao: "Bongo Bong"

1998 schafft Manu Chao in Europa den Durchbruch mit "Bongo Bong". Ich erinnere mich noch an jenen Sommerabend - ich mit meiner Familie unterwegs in der Stadt, Eis futtern. Da werden wir in einem Café mit diesem Lied beschallt. Manu Chao hat auch das Stilmittel des sprachlichen Verhunzen mit einem Akzent entdeckt. Dazu ein Text über einen Affen der in die Stadt geht und Bongo Trommeln spielt. Im Hintergrund ein dünnes Frauenstimmchen daß "King of the bongo" leiert und darüber nervige Musik.
Nachdem das Lied vorbei ist sehen wir und ungläubig an: Was war das jetzt? Keine Party, keine Liebeleien, nein, Urwald. Hilfe. Trarari Trarara der Ohrenarzt ist bald da.

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