Das Leben wäre nur halb so schön gäbe es nicht a) Vorschriften b) Bibliotheken und c) den DM Fotoservice. (Namen sind geändert :D )
Episode A: Ich stelle meinen DiplomarbeitsantragDi. bin ich bei Professor P, meine Diplomarbeit besprechen, an der ich seit 6 Wochen arbeite.
P: "Haben sie schon ihre Diplomarbeit beantragt?"
I: "Nein."
P: "Dann machen sie das möglichst bald."
Ich geh in die Prüfungsabteilung, hole den Antrag, fülle ihn aus. Bringe ihn zurück zu P, der ihn kontrolliert und unterschreibt. Laufe wieder auf die Prüfungsabteilung. Hier wird mir mitgeteilt, daß ich eine weitere Unterschrift - von Professor B - brauche, da Professor P kein Professor ist (ah ja). Ich gehe mit dem Antrag zur Sektretärin von B, der aber im Krankenstand und dann auf Urlaub ist. Nach den Osterferien, also Anfang April, sehen wir weiter.
Episode B: Ich suche ein BuchWenn wir schon bei der Diplomarbeit sind - was brauchen wir da nötiger als Literatur?
Ein Buch über gefährliche Stoffe des Autors H befindet sich auf der Fachbibliothek Physik. Mi. um 10.50 stehe ich vor einer verschlossenen Türe, obwohl die Öffnungszeiten von 08.15-16.00 sind. Da bleibt mir nichts anderes übrig als am Do. wieder auf die Bibliothek zu schauen. Endlich treffe ich auf Frau W.
"Ich suche das Buch Gefährliche Stoffe von Autor H"
"Wo steht das?"
"Laut System bei Angewandter Physik"
"Dann wird es schon so sein"
"... ja wo finde ich das?"
"Das ist nicht hier... da müssen sie schon in den 9.Stock des TNF-Turms... oder 10.? Jedenfalls zu Prof. C. oder besser zu Frau H, der Sekretärin"
So gehe ich in den Turm, finde im 9. Stock Frau H.
"Ich suche das Buch Gefährliche Stoffe von Autor H"
"Das sollen wir haben?"
"Ja, man hat mich von der FB Physik hier hergeschickt, weil es bei der angewandten Physik sein soll"
"Ja... du, M, kennst du dieses Buch?"
"Welches?"
"Gefährliche Stoffe von H"
"Das könnte bei der D im Labor stehen."
Frau H begleitet mich in das Labor von Frau D.
"Ich suche das Buch Gefährliche Stoffe von Autor H"
"Ja das habe ich hier. Aber es ist nur bedingt entlehnbar."
"Ich bin Diplomantin."
"Ja dann können sie es haben. Wo schreiben sie?"
"Abteilung für empirische Sozialforschung."
"... ?"
"Im Bereich Arbeitsmedizin. Daher kann ich das Buch gut gebrauchen."
"Ja... aber wie schnell kann ich es wieder haben?"
"Wissen sie was, ich hole es mir dann nach den Osterferien, ich fahr jetzt am Di. selbst ins Ausland und kann es eh nicht mitnehmen..."
Völlig entnervt rausche ich ab. Wenn ich etwas nicht mag, dann ist es das halbängstliche Getue. Wenn auf der Homepage steht - bedingt entlehnbar heißt: für Diplomanten entlehnbar - dann ist das so. Entweder man leiht Bücher für 2 Wochen her oder setzt es im Infosystem gleich auf "nicht entlehnbar", aber das ist ein Witz.
Episode C: DM Online Fotoausarbeitung - ein schlechter Service und ein Fall für den Verein für Konsumentenschutz.Während die ersten beiden Episoden eigentlich amüsant waren und die typisch österreichische Herumlauferei incl. unklaren Regelungen zeigen, ist die Episode C ein Trauerspiel von einem Dienstleister.
Ich stelle nur die Beschwerdemail rein, die an den Support, an eine gewisse Mitarbeiterin T (die besonders "toll" ist) und an den Verein für Konsumentenschutz am Fr. gesendet ist:
Guten Tag!
Nachdem sich hier scheinbar niemand wirklich zuständig fühlt, sehe ich mich gezwungen, ein Beschwerdeschreiben zu verfassen, weil ich es nicht einsehe, daß mit Kunden so derartig schlampig umgesprungen wird.
Eine Kopie dieser Mail geht an den Verein für Konsumentenschutz.
Faktum ist, daß ich am 01.03. ein Fotoheft und eine Fototasse online über das Angebot von DM Drogeriemarkt Online Fotoservice (A-5*** W***, *******str.1) bestellt habe (Kundennr.: xxxx, Auftragnr: 0xxxxxx).
Am 04.03. erhalte ich eine Bestätigung meines Auftrags per Mail und am nächsten Tag das Fotoheft geliefert. Bei dem beigelegten Zettel steht deutlich drauf, daß es sich um eine Teillieferung handelt, die Tasse ist darauf erwähnt (siehe Anhang Datei SCAN10002). Am selben Tag abends erhalte ich eine zweite Bestätigungsmail für die Tasse. (sämtliche im Beschwerdeschreiben erwähnte Mails siehe unten)
Am 11.03. habe ich eine E-Mail an den Support geschickt weil die Tasse nicht angekommen war. Diese Mail wurde NICHT beantwortet.
Am 13.03. habe ich nochmals eine Mail geschrieben. Die Antwort von Fr. T hat nicht weitergeholfen, weil sie sich auf das Fotoalbum bezog und nicht auf die Tasse.
Ein Anruf ergab (bei dem ich übrigens 5x weiterverbunden wurde bis ich überhaupt bei der richtigen Person - Fr. T - war (!) ) daß ich angeblich keine Fototasse bestellt habe. Wie vereinbart habe ich umgehend die Bestätigungsmail und den Zettel der Teillieferung eingescannt und ihr gemailt.
Am Telefon wurde nur gesagt, man bemühe sich, das zu klären und sollte der Auftrag tatsächlich "verschwunden" sein die Tasse nochmals zu drucken. Trotz einer weiteren E-Mail heute morgen habe ich keinerlei gesicherte Rückmeldung erhalten, wie es nun weitergehen soll.
Ich fliege Di. morgen für 10 Tage weg und die Tasse sollte ein Gastgeschenk sein.
Das ganze ist gelinde gesagt eine Frechheit.
- Wie kann es sein daß von Fr. T im Telefonat vom 13.03. behauptet hat, ich hätte keine Tasse bestellt obwohl ich am 05.03. eine Bestätigung durch die E-Mail und durch den beigelegten Zettel der Teillieferung erhalten habe?
- Warum wurde auch meine E-Mail-Anfrage vom 11.03. NICHT reagiert?
- Warum mußte ich beim Telefonsupport mit 6 verschiedenen Personen sprechen, bis ich überhaupt einmal bei der zuständigen Person war?
- Warum wird jetzt wieder nicht auf meine E-Mails reagiert? Ich habe gestern wir vereinbart Fr. T alle nötigen Unterlagen geschickt, ich erwarte mir schon, daß hier irgendeine Form einer Reaktion erfolgt.
- Wer garantiert mir, daß die Tasse bis Montag tatsächlich bei mir einlangt? Wer kommt für die Kosten auf, wenn diese nicht rechtzeitig geliefert wird?
Eines ist sicher - das war das erste und letzte Mal das ich diese "Dienstleistung" in Anspruch genommen habe.
Mit Grüssen,
B.Sehen wir mal wie es weitergeht. Antwort? Vielleicht noch von Frau T? Fehlanzeige. Aber erwarte ich mir etwas anders? Ich glaube nicht einmal daß die Tasse bei mir ankommt. Mir ist es egal, die Mail an den Verein für Konsumentenschutz tut nicht weh - die haben mir schon andere Sachen erstritten.
Der Ärger ist sehr groß - Bestätigungen zu schicken für Produkte, die nicht produziert worden sind, sind schon ein Witz. Und bei gewissen Mitarbeitern kann ich nur sagen: Irgendwo müssen ja die Pfosten sitzen.
"Schönen Tag noch, liebes Fotoservice!"